Gestern habe ich die letzte ‹meiner› Abdankungen in diesem Sommer gefeiert. Sie war auf dem Seltisberg und es war ein so schöner Abschied, dass ich mir merke: so kann man es als Familie auch machen. Mit eigenen Beiträgen, mit der Musikauswahl, dem anschliessenden Apéro im Schatten der Linden und überhaupt: mit einer grosszügigen und vertrauensvollen Haltung dem Anlass gegenüber. Das hat mir gut gefallen.
In der nächsten Woche werden Wolfgang und ich einige Tage in Berlin sein. Wir besuchen meine Eltern, und ich nehme mir Zeit, Dinge zu erledigen, die mir schon eine Weile aufliegen. Es gibt auch Ausstellungen in Berlin, die ich gern sehen würde: in der Gemäldegalerie eine Ausstellung mit Bildern des niederländischen Malers Frans Hals, und im Neuen Museum eine Ausstellung über Papyri und weitere Funde auf der Nil-Insel Elephantine: «Berlin beherbergt eine der weltweit grössten Sammlungen zu Elephantine neben dem Musée du Louvre und dem Brooklyn Museum, beide Kooperationspartner*innen der Ausstellung. Die Texte berichten von Pluralität, Familie, Religion, Handel, Recht oder Medizin». Ich war 2018 im Rahmen einer Ägyptenreise auf dieser Insel, und war beeindruckt. Es gab im 6., vielleicht schon im 7. Jahrhundert vor Christus eine aramäischsprachige jüdische Gemeinschaft auf Elephantine mit einem eigenen Tempel, und man kann lernen wie Jüdisch-sein in der Diaspora aussah.
Heute abend geht´s ins Schwimmbad und morgen bin ich im Gottesdienst meiner Kollegin Claudia Bach. Im Rahmen unserer Predigtreihe spricht Claudia darüber, was «Klettern und Glauben» miteinander gemeinsam haben. Herzliche Einladung!
Eine Woche in Berlin