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Einladung zum Schweigen in Rasa

In gut vier Wochen beginnen die Schweige-Exerzitien in Rasa/ Tessin. Sie finden statt vom 19.-29. August 2024 (zehn Tage) bzw. für die, die nicht so lange bleiben können oder wollen: vom 19.-24. August 2024 (fünf Tage) bzw. vom 24.-29. August 2024 (fünf Tage). Für die zweiten fünf Tage gibt es erst sechs Anmeldungen (ausser uns beiden).

Bitte macht Menschen in eurem Umfeld aufmerksam, die gern betrachten und die gern in der schönen Umgebung des Centovalli unterwegs sind. Wem das Geld für die Schweige-Exerzitien fehlt: die Kursgebühr kann wie immer nach eigener Einschätzung gezahlt werden. Wer wenig hat, soll wenig zahlen; wer mehr hat, darf gern mehr zahlen.

Wolfgang lädt ein, den Psalm 118 zu betrachten. Er ist wichtiger Teil der Passa-Liturgie Israels, gehört also in die Erfahrung: Gott hat uns [damals aus Ägypten] in die Freiheit geführt. Gott führt uns heute in die Freiheit. Wolfgang hilft, dass wir im Betrachten Lebensthemen entdecken. Ich nenne ein Beispiel. Im Psalm 118 ruft der Beter zum Lob Gottes auf:

«Lobt den HERRN;
denn er ist freundlich,
und seine Güte: für ewig» (Vers 1)

Mir fällt auf: Der Beter nennt im Vollzug des Lobens dann auch die widerständigen Erfahrungen. Er spricht aus, dass er bedrängt ist, von Menschen gestossen wird, dass Gott selbst ihm ein Lernen zumutet (Vers 18). Das heisst:

  • Man kann Gott nicht erst dann loben, wenn es ‹ausschliesslich Positives› im Leben zu geben scheint
  • Man lobt nicht, indem man das, was einem schwer fällt, verdrängt, sich betäubt, es zuvor abspaltet

Das Loben Gottes ist ein gemeinsamer Raum, der sich jetzt, hier und heute, öffnet. Meine notvollen Erfahrungen, auch solche, die ich meinem eigenen Tun verdanke, sind vorhanden, aber sie sind begrenzt. Sie können Gottes rettendes Handeln nicht infragestellen. Das möchte ich gern betrachten/ meditieren. Oben habe ich Bilder von Rasa eingefügt, vielleicht bekommt ja der eine oder die andere Lust 🙂