Wir sind am Donnerstag gut aus den Ferien zurückgekommen. Das Appartement in Almyrida hat uns gut gefallen, weil grosse Terrasse, wo einem keiner draufguckt, und tatsächlich ein ganz normaler Garten. Das ist selten auf Kreta. Ein bisschen schrebergartenmässig (=selfmade), mit Rasen, Sitzecke unter Oliven und ein paar Beeten.
Wir sind von den 30° in Kreta nahtlos zu den 30° in Liestal gewechselt. Hier war aber in den Tagen vorher Unwetter. In unseren Keller ist nicht so viel Wasser gelaufen, aber ich muss(te) trotzdem ausräumen und trocknen. Eine Gelegenheit, um gleich mal wieder aufzuräumen und auszusortieren. Ich bin noch dabei.
Ich wollte noch erzählen, dass ich in Kreta Stamnagathi (σταμναγκάθι) kennengelernt habe. Es schmeckt in Richtung Spinat, ist aber die dornige Wegwarte. Das ist ein dorniger kugelförmiger Strauch und ich staune, dass der so ein leckeres zartes Gemüse gibt. Die Blätter werden von den Sammlerinnen mit der Hand zwischen den Dornen herausgezogen.
Nun also sind wir in Liestal. Das Grün im Garten ist förmlich explodiert. Einer der Feigenbäume, die ich vor etwa drei Jahren gepflanzt habe, ist mit gut vier Metern doppelt so breit wie noch vor ein paar Wochen. Ich mag den Geruch der Feigenbäume.
In unserer Kirchgemeinde arbeite ich ersteinmal Pendenzen ab und freue mich dann auf den Juli. Der ist eher voll, weil dann die Pfarrkolleginnen in den Ferien sind, und ich die Gottesdienste in der Kirche und den Pflegezentren feiere und Beerdigungsbereitschaft und ähnliches habe. Schön ist, dass ich mich auch mit Menschen in der Kirchgemeinde verabredet habe, und dass Wolfgang und ich öfter einmal Gäste haben.